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Das Pastorsstück:
Das Pachtgewässer des ASV Menden 1973 e.V., das "Pastorsstück"
hat eine Länge von 1,2 km und umfasst beide Uferseiten der Sieg und reicht von der
Aggermündung bis 280m oberhalb der die Sieg überspannende Eisenbahnbrücke,
kurz vor Friedrich-Wilhelms-Hütte.

Landschaftsschutzgebiet -Flora und Fauna-
Abgesehen von der Geräuschkulisse, deren Hauptursachen die nahe Autobahn und die
nach Troisdorf führende Landstraße sind, liegt unser Vereinsgewässer in
idyllischer Lage eines Landschaftsschutzgebietes, gesäumt von saftigen
Viehweiden und Hecken.
Der gute und fruchtbare Boden erhält regelmäßig jährlich eine, manchmal sogar
mehrere Naturdüngungen, durch Überflutung infolge von Hochwasser.
Vornehmlich auf Mendener Seite ist das Flussufer der oberen Gewässerhälfte mit
teils alten Weidenbäumen bestanden, die gerade im Sommer dem Angler Schatten
spenden und ihn, abgeschirmt von Fahrradfahrern und Spaziergängern zumeist
ungetrübt seiner Leidenschaft frönen lassen.
Etwas eingeschränkt wird die Bewegungsfreiheit durch die teils mannshohen
Brennnesseln, die vom Frühjahr bis Herbst fast das gesamte Flussufer säumen. In
den letzten Jahren hat sich dazu nahezu explosionsartig das sogenannte
Springkraut (lat. impatiens) gesellt, welches einerseits mit seinen schönen
Blüten Farbtupfer und einen Kontrast zum eintönigen Grün der Brennnesseln bildet,
andererseits mannshoch fast alle übrigen heimischen Pflanzen überwuchert. Das
Springkraut ist, wie oft fälschlich behauptet, kein Orchideengewächs und ist
ursprünglich in Indien und Asien beheimatet.
Auf dem Wasser sind Teichhuhn, Blässhuhn, Stock- und Schnatterente ständige
Gäste. Der Eisvogel ist ebenfalls regelmäßig zu beobachten. Er brütet in
Steilabschnitten der Uferböschung. Als Konkurrenten der Angler betätigen sich
Graureiher und Kormoran. Sperber, Mäusebussard und manchmal auch der seltene
Wanderfalke stehen hoch über den Weiden und Wiesen der Siegniederung und spähen
nach Beute.

Diverse Bemühungen:
In den Folgejahren war es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich, ein
stehendes Gewässer anzupachten. Kontaktaufnahmen mit den Besitzern und
Besichtigungen von Weihern in Much, Mondorf, Spich, Bemühungen um den Pappelsee
in Menden und kurzzeitige Kooperation mit dem AFV Untere Sieg blieben ohne den
erhofften Erfolg. Vorübergehend erhielt der Verein für einige Jahre von der
Stadt Sankt Augustin die Erlaubnis, im sogenannten "Schlackenbergsee" auf dem
heutigen Bauhofgelände zu angeln.
Weiher Niederpleis:
Seit Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre, hat sich der Verein um ein stehendes
Gewässer als Ergänzung zum Fließwasser Sieg bemüht.
Die Bemühungen des Vorstandes wurden durch die Anpachtung eines Weihers im
Niederpleiser Wald von Beginn des Jahres 1978 an belohnt. Der Verein
bewirtschaftete dieses zwar nicht große aber idyllische Gewässer bis zum Ende
des Jahres 1979. Zu Beginn wurde der Damm saniert, ein Vorbecken angelegt sowie
diverse Bänke rund um das Wasser errichtet.
Der Renner-See:
Bereits 1982 nahm
der Verein mit dem damaligen Eigentümer des Heckensees in Hangelar, Herrn Prof.
Renner, Kontakt auf, mit dem Ziel einer möglichen Anpachtung dieses Gewässers.
Probleme durch die Einlagerung von Fässern unbekannten Inhalts im See, der Tod
des Eigentümers und der Verkauf des Sees an die Stadt Sankt Augustin ließen die
fortwährenden Bemühungen des Vorstandes bis zu einem positiven Abschluss im Juni
1998 andauern.
Die Fischerei in dem ebenfalls in einem Landschaftsschutzgebiet gelegenen See
unterliegt diversen behördlichen Auflagen.
Die Wasserfläche des Sees umfasst ca. 2 Hektar. Das um den See gelegene
eingezäunte Grundstück ist größtenteils mit Wald bedeckt, in dem sich regelmäßig
Rehe und Füchse aufhalten. Angeblich soll auch hier der Eisvogel vorkommen, er
wurde bisher jedoch nicht gesehen und nachgewiesen.
Der See hat eine gute Wasserqualität. Fischereilich wird er extensiv
bewirtschaftet und es werden im Rahmen der zulässigen Besatzmaßnahmen
ausschließlich ursprünglich hier heimische Fischarten eingesetzt, z. B.
Rotaugen, Schleien, Barsche und Hechte.

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