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Maßnahmen am Wasser:
Seit Gründung des Vereins leisten dessen Mitglieder in aller Stille und ohne
Presserummel etc. jährlich dreimal einen weiteren aktiven Beitrag zum
Umweltschutz. Im Frühjahr, Sommer und Herbst wird jeweils auf der gesamten Länge
und an beiden Ufern der Pachtstrecke eine Uferbereinigung durchgeführt. Diese
erstreckt sich sowohl auf die ufernahen Zonen im Wasser als auch auf die
Uferbereiche außerhalb des Wassers. Es muss nicht besonders hervorgehoben werden,
dass diese Aktivitäten auch dem Allgemeinwohl zu Gute kommen.
Die meiste Arbeit fällt immer im Frühjahr an, wenn nach den Hochwässern vom
Spätherbst bis zum Frühjahr die Bäume und Büsche voller Gras und Plastik hängen
und am Ufer häufig Baumstämme angeschwemmt oder gar verkeilt sind.
Bei jeder der Uferbereinigungen wird eine Menge Müll gesammelt, der oft
mehrere Container füllt. Am 28.04.1984 waren es z. B. "10" LKW-Ladungen und
am 04.04.1987 "5"Container voll mit Müll und Schwemmgut.
Zu den im Laufe der Jahre entsorgten Funden gehörten u. a. Einkaufswagen,
Mopeds, Fahrräder, Autoreifen, Matratzen und im Februar 1991 sogar einige
hundert Meter Kunststoff-Verpackungsschlauch der Firma Katjes. Am
spektakulärsten war am 04.04.1987 der Fund einer mit Briefen gefüllten Posttasche
eines offenbar seiner Tagesarbeit überdrüssigen Briefträgers, der diese wohl auf
dem Wasserweg entsorgt hatte. Die Tasche wurde einer zufällig vorbei kommenden
Polizeistreife der Troisdorfer-Wache übergeben.
In Absprache mit dem Staatlichen Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft (StAWA)
Bonn, wurden Mitte der 70er-Jahre im Bereich Siegburg-Menden Buhnen in die Sieg
gebaut, die für die Angler eine Bereicherung waren.
Eine weitere Maßnahme, die in enger Zusammenarbeit mit dem StAWA durchgeführt
wurde, war die Sanierung des im Laufe der Jahre durch die Hochwässer
unterspülten und großflächig abgebrochenen Ufers an der so genannten "Sandbank",
kurz oberhalb der Brücke auf Mendener-Seite. Im Frühjahr 1987 und 1989 wurden hier Sanierungsarbeiten unter der
sachkundigen Anleitung von StAWA-Mitarbeitern durch die Vereinsmitglieder
ausgeführt, und zwar ohne jegliche maschinelle Unterstützung.
Eine inzwischen nötige Nachbesserung der damaligen Sanierung soll nach
Auskunft vom 26.07.1995 des Staatlichen Umweltamtes Köln, als Nachfolgerin des StAWA unterbleiben, da im Rahmen des Sieg-Auen-Konzepts die Renaturierung
Priorität hat.
Die Wettkampfmannschaft:
Einige besonders aktive Vereinsmitglieder, dazu zählten als treibende Kräfte
insbesondere die beiden Engländer Allen Fletcher und Bob Spence, die heute, da
verzogen, leider dem Verein nicht mehr angehören, gründeten 1982 eine
Wettkampfmannschaft, die in den folgenden Jahren, bis 1985, an so manchem
Wettkampf als Mannschaft und auch als Einzelangler erfolgreich teilnahmen. In
der Einzelwertung schaffte W. Fuhrmann sogar in einem Jahr die Teilnahme an der
Landesmeisterschaft im LFV.
Mit sich belebender Diskussion um die Hälterung gefangener Fische löste sich die
Wettkampfmannschaft 1985 auf.
Jugendarbeit:
Schon immer war der Vereinsvorstand bemüht, interessierten Jugendlichen
das Angeln nahe zu bringen. Daher wurde die Jugendarbeit im Verein immer
gefördert. Da es sich bei dem ASV Menden 1973 e.V. um einen relativ kleinen
Verein handelt war auch die Zahl der jugendlichen Vereinsmitglieder stets
gering und betrug in der Regel maximal 7 Personen. Dennoch gaben sich die
Jugendwarte stets die größte Mühe, den Jugendlichen praktisches und
theoretisches Wissen zu vermitteln. Darüber hinaus wurden Freundschaftsfischen
mit anderen Vereinen und jährliche Prinzenfischen mit Pokalen und oft
attraktiven Sachpreisen durchgeführt. Teils wurden diese Bemühungen
beeinträchtigt, da zeitweise die Zahl der Jugendlichen oder aber auch deren
Interesse zu gering war, was jedoch bis heute und auch künftig den
Vereinsvorstand nicht davon abhalten wird, der Jugendarbeit positiv gegenüber zu
stehen.
Veranstaltungen und Vereinsleben:
Trotz so manchem Versuch das Vereinsleben etwas mehr zu aktivieren, gelang dies
in der Vergangenheit nicht. Eine größere Teilnehmerzahl bei Uferbereinigungen
und manchem Vereinsfischen in den letzten Jahren wäre wünschenswert gewesen.
Zusätzlich angebotene Aalnächte wurden nur von wenigen angenommen. Es bleibt zu
hoffen, dass hier künftig eine günstigere Entwicklung eintritt.
Das 10- und 15 Jährige Vereinsbestehen wurde in angemessenem Rahmen im Kreise
der "Vereinsfamilie" und einiger Gäste sowie mit Angehörigen bei guter
Beteiligung ausgiebig gefeiert.
In den letzten Jahren fand das als Grillfest ausgerichtete Fischerfest am und im
angemieteten Vereinsheim der Schützen großen Anklang bei Jung und Alt.
Entsprechend gut war auch die Beteiligung der Vereinsmitglieder und ihrer
Angehörigen. Nicht selten wurde, dank der Unterstützung des Schutzpatrons aller
Fischer, bis spät in die Nacht bei herrlich warmem Wetter gefeiert.
So bleibt denn für die Zukunft zu hoffen, dass die intensiven Bemühungen der
letzten Jahre und Jahrzehnte um Verbesserung der Wasserqualität und Hege des
Fischbestandes den Anglern zu Gute kommen und nicht durch weitere
Negativentwicklungen, z. B. durch den Kormoran, zunichte gemacht werden. Hier
sollten die Angelvereine und deren Organisationen ihre Interessen mit Nachdruck
vertreten. Letztlich auch zur Vermeidung einer Existenzgefährdung. In einem
solchen Falle würden die Natur und der Naturschutz einen starken Partner
verlieren.
So ist den Mitgliedern des ASV Menden 1973 e.V. u. a. nach Aufhebung der
Lachsvollschonzeit eine reiche Ernte ihrer Saat zu gönnen, die sich jedoch nicht
nur auf den Lachs beschränken soll.
Dem Vorstand des Vereins ist auch künftig eine glückliche Hand bei der
Vereinsführung und viel Erfolg und dem Verein weiterhin ein aktives und
harmonisches Vereinsleben zu wünschen.
Vereinsfischen:
Bis ins Jahr 1990 wurden jährlich drei Vereinsfischen durchgeführt, aus deren
Gesamtergebnis der "Jahresbeste" ermittelt wurde. Es waren dies das An-, Königs-
und Abfischen. Auch bei jedem einzelnen dieser drei Fischen wurden die
erfolgreichen Angler mit den ersten 3 bis 5 besten Ergebnissen ausgezeichnet.
Die Teilnahme an den Vereinsfischen war stets rege und es schloss sich immer
unter der Brücke ein geselliges Beisammensein mit gemeinsamem Essen an. Später
gesellte sich oftmals so manche Ehefrau oder Freundin dazu und so gab es manche
schöne Stunde im Kreise der ASV-Anglerfamilie.
Einmal sorgte ein Wespenschwarm am Brückengeländer für Aufregung. Ein anderes
mal trug ein Vereinsmitglied ein volles Pittermännchen von der Sieg bis nach
Troisdorf. Beifall und Gelächter erntete derjenige, der seine Heimfahrt
per Fahrrad antreten wollte und nach einem mühsamen Aufstieg des Rades infolge
von Gleichgewichtsstörungen ins hohe Gras fiel.
In den Jahren 1988 & 1989 kam es infolge diverser Gerichtsurteile zur Lebendhälterung gefangener Fische zu einer für alle Sportangler unliebsamen
Diskussion mit nachhaltiger Negativentwicklung. Diese veranlasste die Mitglieder
des ASV Menden 1973 e.V. in ihrer Jahreshauptversammlung 1991 zu der Beschlussfassung seitdem jährlich nur noch ein Vereinsfischen durchzuführen.
Bedingt durch die Auflagen des Landschaftsschutzes findet das gemütliche
Zusammensein danach auch nicht mehr an der Sieg, sondern meist im Schützenheim
in Menden statt, was der Geselligkeit auch wegen der fehlenden Urwüchsigkeit
Abbruch tut.
Soweit es die vorhandenen Aufzeichnungen zuließen, sind in der nachfolgenden
Übersicht die Fangergebnisse der Vereinsfischen der vergangenen Jahre
aufgelistet.
|
Jahr |
Bestes
Jahresgesamtergebnis in Gramm |
Bestes Einzelergebnis
Königsfischen in Gramm |
|
1979 |
8.800 |
3.500 |
|
1980 |
3.600 |
2.500 |
|
1981 |
8.100 |
2.600 |
|
1982 |
7.700 |
3.100 |
|
1983 |
12.450 |
5.800 |
|
1984 |
12.450 |
4.200 |
|
1985 |
13.725 |
7.700 |
|
1986 |
20.950 |
12.500 |
|
1987 |
19.450 |
11.300 |
|
1988 |
14.625 |
10.600 |
|
1989 |
20.800 |
7.700 |
|
1990 |
19.650 |
9.800 |
|
1991 |
jährlich nur noch 1
Fischen |
7.350 |
|
1992 |
-- |
8.500 |
|
1993 |
-- |
14.600 |
|
1994 |
-- |
3.200 |
|
1995 |
-- |
9.100 |
|
1996 |
-- |
9.800 |
|
1997 |
-- |
8.200 |
|
1998 |
-- |
8.900 |
Verschönerungen aus der
Vereinskasse:

Neuer Schaukasten am
Waldarbeiterwagen am Renner See
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